Nerds? - Die Typen mit den Pullundern?!

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Einführung

Nerd. Ein Begriff den man in der heutigen Zeit recht oft verwendet. Man kann was gut, ist vielleicht nicht so sozialfähig und zack man ist ein Nerd. Nerds kann man eigentlich überall finden. Doch die meisten verbinden damit Leuten, die Computerspiele spielen oder "Zeugs am PC machen". Als Softwareentwickler hört man sowas doch schon relativ häufig. Ob von Bekannten, Freunden oder Kunden.

Das ist ja gerundsätzlich mal ganz ok. Man wird eben so bezeichnet. Man gewöhnt sich dran. Man liebt einfach was man tut. Ob man wie ich einfach die Erstellung von Softwaresystemen, Programmen und Tools oder vielleicht das rumlöten an irgendwelchen Platinen extrem gerne tut. Für jeden gibt es eine Sache die man unheimlich gerne tut und der wir uns einfach gerne vertiefen und vielleicht auch oft verlieren.

Ohne diese Menschen wäre die Welt vielleicht nicht so wie sie heute ist. Wir prägen den Alltag. Ob es nun wir Softwareentwickler sind die den Alltag mit Apps, Software und Homepages erleichtern oder die Hardwaretüftler die Grundsteine für neue Maßstäbe legen. Sie sind der Teil der Gesellschaft der oft belächtet wird. Und doch sind wir so wichtig. Wir treiben Innovation. Trauen uns an neue Dinge. Und vorallem suchen wir auch einen gewissen Ausweg aus anderen Dingen in die jeweilige Tätigkeit.

Ist man einfach so Nerd?

Viele von uns beginnen nicht ohne Grund sich in etwas hineinzuarbeiten. Ob es Depressionen, Enttäuschungen oder schlichtweg um ungehaltenes Interesse geht. Irgendetwas zieht einen magisch in den Bann. Man kann nicht aufhören damit zu arbeiten, darin besser zu werden. Neues auszuprobieren. Egal welcher Grund einen dort hin führt, man kann meistens nur schwer bis gar nicht damit aufhören.

Interessanterweise hat sich aber auch unser Image geändert. Früher der typische Typ mit ungepflegen Auftreten, Strickpulunder und ausgewaschener Jeans ist das minimalistische Individum geworden. Die Self-Made-Millionäre werden zu PopStar-Nerds projeziert. Hierbei verweise ich immer wieder gerne auf Marc Zuckerberg oder Bill Gates als sehr prominente Beispiele. Sie sind damit reich geworden und kümmern sich heute nicht mehr nur primär um ihre Leidenschaft. Sie sind ein anerkannter Teil der Gesellschaft geworden.

Doch das heißt natürlich nicht das jeder gleich groß rauskommt und alleine viel Geld verdient. Viele arbeiten auch einfach an Open-Source und Open-Hardware mit oder engagieren sich am Wissensaustausch zwischen nebenberuflichen Machern. Leuten die Lust haben was zu erschaffen, zu verändern oder sogar zu revolutionieren. Nicht jeder ist namentlich bekannt, doch in der Maße bewegen wir die Menschheit. Machen die Welt zu einem besseren Ort.

Natürlicht ist hierbei nicht nur auf die klassiche Branche IT hinzuweisen. Nein, auch Handwerker und andere alt hergebrachte Berufe sind nicht eingestaubt verrostet und am Ende des Möglichen. Viele leisten auch in anderen Teilen Großes. Oft sind es kleine Erfindungen die dabei rauskommen aber großes Bewirken. Viele wissen gar nicht das sie alleine schon durch die Freude am Ausprobieren von neuen Dingen uns allen helfen.

Sind Nerds also nur Supertalente?

Jeder von uns ist in gewisser Weise ein Nerd, auch wenn es einem vielleicht auf den ersten Blick nicht bewusst ist, jeder hat etwas das er gerne tut, das er gerne vorranbringt, verändert und verbessert. Es gibt schon lange kein Schwarz oder weiß mehr, kein Nerd oder "Nicht-Nerd". Jeder von uns hat das Potenzial etwas zu tun auf dieser Welt. Egal auf welcher Ebene, egal wie oft er oder sie scheitert.

Also wieso werfen wir nicht einfach mal die alten Vorurteile über Board und fangen an zu aktzeptieren das jeder von uns etwas extrem gut kann und damit anderen helfen könnte. Wir gleichen uns gegenseitig aus und der klassiche Nerd ist nicht ausgestorben, er steckt in jedem von uns.

An dieser Stelle denkst du dir vielleicht grade "Ich?! - Ich bin überall schlecht oder nirgends besonders gut". Dir kann ich nur auf den Weg geben, vielleicht hast du es noch nicht probiert? - Man kann nicht alles tun oder schon getan haben. Vielleicht sind deine Talente wo anders als du denkst. Vielleicht steckt in dir mehr Potenzial als du denkst. Nur du selbst kannst herausfinden was du kannst. Habe keine Scheu und probier es einfach. Und denk daran: Scheitern ist eine Bereicherung, kein Misserfolg.

Vielleicht sollten wir uns das öfter vor Augen führen, auch wenn wir andere mit Vorurteilen belasten. Der "Nerd" ist hierbei nur ein klassisches Beispiel für "Schubladendenken", sollten wir nicht anfangen mehr einander zu vertrauen. Virtuelle Niveaus abzubauen, versuchen Anderen näher zu kommen. Es kostet Überwindungen aber vielleicht ist genau heute der richtige Tag einfach mal anzufangen.

Abschliessende Worte

Ich hoffe du konntest einiges aus dem Artikel mitnehmen. Ich bin nicht der große Dichter oder Denker. Aber dieses Thema liegt mir doch sehr auf dem Herzen und ich als "Software-Nerd" fand es einfach mal ne gute Idee das als Beispiel zu nehmen. Es kann sein das einige Gedankensprünge drin sind, die ich leider oft nicht selbst rauslese, sollte dies so sein weiße mich bitte über einen Kommentar oder per Mail drauf hin :)
Natürlich freue ich mich auch immer über Feedback bzgl. Thema, Inhalt, Schreibstil usw.